Von Säugling bis Jugendliche, jeweils mit eigenen Kennzahlen und eigenen Berichtsregeln. In dieser Form bislang ohne Entsprechung im deutschsprachigen Markt.
Mikrobiom Test
für Kinder:
Darmflora analysieren
von 0 bis 17 Jahren
Mit Microbiome 360° Darmflora-Analyse Kinder lesen wir die gesamte DNA einer Stuhlprobe und werten sie gegen die Entwicklungsbiologie der jeweiligen Altersstufe aus, nicht gegen Erwachsenen-Referenzen. Eine Probe, fünf altersgerechte Auswertungswege.
Wir zählen zu den führenden Mikrobiom-Laboren in Europa. Eine Kinder-Darmflora-Analyse mit fünf eigenen Altersstufen und eigenen bioinformatischen Auswertungswegen hat im deutschsprachigen Raum bislang keine Entsprechung.
- Fünf Altersstufen mit je eigenen Referenzwerten
- Mikrobiom-Reife statt Erwachsenen-Maßstab
- Altersangepasstes Screening, Hefen und Resistom
- Altersgerechter Aktionsplan für den Familienalltag
- Lebenslanger Zugang zur digitalen DNA-Datenbank
Das kindliche Mikrobiom ist kein kleines Erwachsenen-Mikrobiom
Bei Säuglingen sind geringe Vielfalt und eine starke Dominanz milchadaptierter Organismen normal. Im Erwachsenenbericht wäre genau das ein auffälliger Befund. Eine kindliche Probe gegen Erwachsenen-Referenzen zu lesen, führt deshalb systematisch zu Fehlinterpretationen. Wir haben dafür eigene bioinformatische Auswertungswege entwickelt.
Säugling, Kleinkind, Kindergarten, Schulkind und Jugendliche werden jeweils gegen eigene Referenzwerte gelesen. Die Altersstufe wird beim Kauf gewählt.
Die zentrale Frage lautet nicht, ob die Gemeinschaft erwachsen aussieht, sondern ob sie für ihr Alter auf dem erwarteten Entwicklungsweg ist.
Welche Organismen überhaupt berichtet werden, hängt vom Alter ab. C. difficile und seine Toxingene werden unter zwei Jahren bewusst nicht berichtet.
Keine Vorhersagen zu Allergie, Wachstum, Gewicht, Stoffwechsel, Infektion oder späterer Erkrankung. Solche Modelle sind für Kinder nicht validiert.
- Für Eltern, die ein detailliertes Bild der Darmflora ihres Kindes möchten.
- Für Familien, die nach einer Antibiotikatherapie den aktuellen Zustand einordnen wollen.
- Für alle, die Ernährungsfragen auf Daten statt auf Vermutungen stützen möchten.
- Für alle, die den Bericht gemeinsam mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt besprechen möchten.
- Mikrobiom-Reife im Verhältnis zur eigenen Altersstufe.
- Diversität und Dominanz, altersgerecht eingeordnet.
- Funktionelles Potenzial als genetische Kapazität, nicht als Messwert.
- Stufenspezifische Schlüsselorganismen mit Kontext statt Wertung.
Jeder Befund trägt im Bericht seinen Ergebnistyp: gemessen, abgeleitet, assoziativ oder reines Nachweis-Screening.
Säugling, 0 bis 12 Monate
Der Säuglingsbericht bewertet ein sich schnell entwickelndes, milchorientiertes Ökosystem. Geringe Vielfalt, eine starke Dominanz milchadaptierter Organismen und eine noch begrenzte adult-typische Ballaststoffvergärung können in diesem Alter alle normal sein.
Mikrobiom-Reife
Vergleicht die Probe mit der erwarteten frühkindlichen Entwicklungsfolge für Alter und Ernährungsphase. Das Ergebnis beschreibt, ob die Gemeinschaft entwicklungsgemäß auf Kurs erscheint.
Ohne Vorhersage zu Wachstum, Immunsystem, Allergie oder Gesundheitsverlauf.
Diversität und Dominanz für das Alter
Misst Artenreichtum, Gleichverteilung und den Grad, zu dem wenige Organismen die Gemeinschaft dominieren. Anders als bei Erwachsenen kann geringe Vielfalt mit starker Bifidobakterien-Dominanz das erwartete Muster sein.
Diversität allein ist in diesem Alter kein Gesundheitsmaß.
Milchadaptation
Bewertet, wie stark die Gemeinschaft auf die Milchnutzung ausgerichtet ist, insbesondere die Bifidobakterien-Dominanz und die Ablösung früher sauerstofftoleranter Pioniere.
Die Einordnung erfolgt anhand von Alter und angegebenem Ernährungskontext.
Bifidobakterien-Ökologie
Profiliert säuglingsrelevante Bifidobacterium-Arten, darunter B. longum subsp. infantis sowie weitere milchadaptierte oder Übergangsarten. Die Bestimmung auf Artebene trennt vollständige HMO-Spezialisten von breiteren Kohlenhydratnutzern.
Beschreibt Zusammensetzung, keine Fütterungsempfehlung.
HMO-Funktionsprofil
Schätzt die genetische Kapazität zur Nutzung humaner Milch-Oligosaccharide und erkennt vollständige gegenüber teilweiser Nutzung.
DNA-basiertes funktionelles Potenzial. Es misst weder Milchaufnahme noch Verdauung noch Metabolitbildung.
SCFA und Cross-Feeding
Beschreibt die Acetat- und Laktatbildung früher Organismen und den noch im Aufbau befindlichen Weg zur Butyratproduktion.
Eine geringe adult-typische Butyratkapazität vor dem Abstillen ist erwartete Entwicklung und kein Mangel.
Frühe Besiedlungsökologie
Bewertet den Übergang von Pionierorganismen wie Escherichia und Enterococcus zu einer anaeroberen, milchadaptierten Gemeinschaft.
Beschreibt die aktuelle Sukzession aus einer Probe. Geburtsverlauf oder frühere Expositionen werden nicht rekonstruiert.
Immuntoleranz-Ökologie
Fasst mikrobielle Merkmale zusammen, die in Kohortenstudien mit früher Immunprägung in Verbindung gebracht werden, etwa Bifidobakterien, Milchzuckernutzung und Cross-Feeding.
Rein beschreibend. Kein Allergietest und keine individuelle Risikovorhersage.
Antibiotika-Einfluss
Sucht nach einem Zusammensetzungs- und Resistom-Muster, das nach einer Antibiotikagabe auftreten kann, etwa reduzierte Bifidobakterien und Ausbreitung sauerstofftoleranter Organismen.
Eine Einzelprobe kann eine Exposition weder datieren noch einen Erholungsverlauf messen.
Stufenspezifisches Organismenprofil
Hebt säuglingsrelevante Organismen hervor und erklärt, ob ein Befund entwicklungsbedingt, günstig, kontextabhängig, druckassoziiert oder reiner Nachweis ist.
Altersgesteuerte Einordnung, damit normale Säuglingsbesiedler nicht an Erwachsenen-Schwellen gemessen werden.
Altersangepasstes Screening, Pilze und Resistenzgene
Screent ausgewählte bakterielle und parasitäre DNA, berichtet häufige Hefen als reinen Nachweis und ordnet Antibiotikaresistenz-Gene altersgerecht ein.
C. difficile und Toxingene werden unter zwei Jahren nicht berichtet. Darmviren werden nicht berichtet, da die häufigen kindlichen Gastroenteritis-Viren RNA-Viren außerhalb dieses Verfahrens sind.
Entwicklung und Ernährung
Führt Milchadaptation, Fermentation und Besiedlungsresistenz zu einer nicht-diagnostischen Entwicklungszusammenfassung zusammen.
Bewertet weder Wachstum noch Nährstoffstatus, Immunfunktion oder die Darmbarriere.
Personalisierter Aktionsplan
Gibt altersgerechte, nicht-medizinische Hinweise, abgestimmt auf den Ernährungskontext des Säuglings und die wichtigsten ökologischen Befunde.
Ernährungs- oder Behandlungsänderungen gehören in die kinderärztliche Betreuung.
Kleinkind, 1 bis 3 Jahre
Der Kleinkindbericht behandelt den Übergang nach dem Abstillen: von einem milchadaptierten Ökosystem zu einer breiteren, ballaststoffvergärenden Gemeinschaft mit Familienkost. Die entscheidende Frage ist, ob adult-typische Funktionen planmäßig entstehen, und nicht, ob das Mikrobiom bereits erwachsen aussieht.
Mikrobiom-Reife
Verortet die Probe auf dem erwarteten Entwicklungspfad nach dem Abstillen. Betont wird der Fortschritt und nicht ein festes Idealbild, weil sich diese Phase schnell verändert.
Kein Reifegrad im Sinne einer Bewertung von Gesundheit.
Diversität und Dominanz für das Alter
Bewertet den Anstieg der Vielfalt und den Rückgang der säuglingstypischen Dominanz, während sich die Ernährung verbreitert.
Verglichen wird mit Kleinkindern, nicht mit Erwachsenen.
Ökologischer Übergang
Verfolgt die Ablösung der Milchzucker-Spezialisten durch Ballaststoffvergärer, Nutzer resistenter Stärke und etablierte Anaerobier.
Zeigt, ob der typische Übergang läuft, ohne eine Krankheitszuschreibung.
SCFA- und Cross-Feeding-Netzwerk
Schätzt, ob sich die Nahrungskette aus Acetat, Laktat und Butyrat nach dem Abstillen etabliert hat. Bewertet werden Stoffwechselwege und Organismenabdeckung.
Misst keine kurzkettigen Fettsäuren in Stuhl oder Blut.
Ballaststoff- und Stärkenutzung
Profiliert die Breite der Ballaststoffenzyme und Schlüsselorganismen wie Ruminococcus bromii, die resistente Stärke für die übrige Gemeinschaft erschließen.
Beschreibt funktionelle Kapazität und Substratvielfalt, nicht die tatsächliche Ernährung.
Besiedlungsresistenz
Verbindet Anaerobier-Dominanz, geringen Enterobacteriaceae-Druck und entstehende Butyratkapazität zu einem Bild der Gemeinschaft als Türsteher.
Beschreibt ökologische Besetzung, nicht das Immunsystem oder ein Infektionsrisiko.
Immunentwicklung und Toleranz-Ökologie
Fasst Butyratbildung, Reifung und weitere mikrobielle Merkmale zusammen, die mit einem eingespielten Immunmilieu in Verbindung gebracht werden.
Allergiebezogene Assoziationen werden beschreibend berichtet, nie als individuelle Vorhersage.
Zustand nach Antibiotika
Sucht ein aktuelles post-antibiotisches Muster anhand von Diversität, Bifidobakterien, Butyratbildnern, Enterobacteriaceae und Resistenzgenlast.
Eine Probe beschreibt den Ist-Zustand, aber nicht Ausmaß oder Tempo einer Erholung.
Stufenspezifisches Organismenprofil
Erklärt Organismen, die Abstillen, Aufbau des Ballaststoffnetzwerks und den Übergang zwischen Säuglings- und Erwachsenengemeinschaft markieren.
Einordnung mit Alterskontext statt Erwachsenen-Schwellen von gut und schlecht.
Altersangepasstes Screening, Pilze und Resistenzgene
Berichtet ausgewählte klinisch relevante bakterielle und parasitäre DNA, häufige Hefen und das Resistom mit altersspezifischen Einschränkungen.
C. difficile wird ab zwei Jahren als reiner Nachweis berichtet. Ein Fund belegt keine Infektion.
Entwicklung und Ernährung
Führt Reifung nach dem Abstillen, Fermentation, Ballaststoffbreite und Besiedlungsresistenz zu einer praxisnahen Entwicklungszusammenfassung zusammen.
Bewertet weder Wachstum noch Nährstoffstatus, Allergie oder Barrierefunktion.
Personalisierter Aktionsplan
Gibt altersgerechte Vorschläge zu Ernährung und Alltag, etwa zur Verbreiterung der Ballaststoffvielfalt.
Unterstützend gemeint und kein Ersatz für kinderärztliche Begleitung.
Kindergarten, 4 bis 5 Jahre
Der Kindergartenbericht prüft, ob sich ein reifes ballaststoffvergärendes Ökosystem etabliert, während mehrere spätere Funktionen noch entstehen. Besonderes Gewicht liegt auf funktioneller Breite, Cross-Feeding und einer ausgewogenen barriereassoziierten Ökologie.
Mikrobiom-Reife
Vergleicht die Gemeinschaft mit der erwarteten Entwicklung im Kindergartenalter und der schrittweisen Annäherung an ein Erwachsenen-Ökosystem.
Später reifende Funktionen gelten als Entwicklungsschritte, nicht als Defizite.
Diversität und Ökosystem-Balance für das Alter
Bewertet Diversität gemeinsam mit Ballaststoffvergärung, SCFA-Kapazität und dem Verhältnis günstiger zu druckassoziierten Organismen.
Diversität allein gilt nicht als ausreichender Beleg für Gesundheit.
Stufenspezifische Schlüsselorganismen
Hebt die Organismen hervor, die für Reifung des Ballaststoffnetzwerks, Cross-Feeding, Mucin-Ökologie und Besiedlungsresistenz in diesem Alter am wichtigsten sind.
Jeder Organismus wird nach ökologischer Rolle und altersgerechter Referenzlage erklärt.
Ballaststoff-Fermentationsökosystem
Schätzt die Breite über resistente Stärke, Arabinoxylan, Beta-Glucan, Pektin, Fruktane und weitere pflanzliche Substrate.
Ein breites Ergebnis zeigt vorhandene Enzymsysteme, rekonstruiert aber nicht die tatsächliche Nahrungsaufnahme.
SCFA- und Cross-Feeding-Netzwerk
Bewertet das Potenzial für Butyrat, Propionat, Acetat und Laktat-Recycling sowie die Frage, ob diese Funktionen eine verbundene Nahrungskette bilden.
Genomisches Potenzial, keine direkte Metabolitmessung.
Darmbarriere und Mucin-Balance
Verbindet Butyratunterstützung mit ausgewogenem Mucin-Umsatz und dem Kontext von Organismen wie Akkermansia.
Beschreibt mikrobielle Muster. Misst weder Darmwand noch Durchlässigkeit oder Schleimdicke.
Gallensäure-Biologie
Bewertet die Gallensalz-Hydrolase-Kapazität und das Auftreten spezialisierter Gene für sekundäre Gallensäuren.
Diese Wege reifen später in der Kindheit. Berichtet wird genetische Kapazität, keine gemessenen Gallensäuren.
Tryptophan- und Indol-Stoffwechsel
Schätzt die genetische Kapazität, Tryptophan in Signalmoleküle der Indol-Familie umzuwandeln, die in der Forschung mit Barriere- und Immunbiologie verknüpft werden.
Misst weder Metabolitkonzentrationen noch Immunfunktion.
Mikrobielle Vitaminbildung
Fasst die Genkapazität für ausgewählte B-Vitamin-Synthesen zusammen, darunter Folat, Biotin und Cobalamin-nahe Wege.
Genkapazität sagt nichts über den Vitaminstatus des Kindes aus und ersetzt keine Ernährungsdiagnostik.
Besiedlungsresistenz
Verbindet SCFA-Bildung, Dichte der Ballaststoffvergärer, Gallensäurekapazität und geringen Pathobionten-Druck zu einem Bild der ökologischen Abwehr.
Keine Garantie gegen Infektionen.
Ernährungsökologie
Beschreibt ein breites Ernährungsmuster anhand von Enzymbreite, Ballaststoff- gegenüber Proteinvergärung und den großen Ernährungsgilden.
Spiegelt das im Mikrobiom sichtbare Muster wider, ohne die Ernährung des Kindes zu rekonstruieren oder zu bewerten.
Altersangepasstes Screening, Pilze und Resistenzgene
Berichtet ausgewählte bakterielle und parasitäre DNA, häufige Hefen und Antibiotikaresistenz-Gene mit altersgerechter Einordnung.
Reiner Nachweis. Weder Infektionsdiagnose noch Vorhersage einer Antibiotikawirkung.
Entwicklung und Ernährung
Führt Ballaststoffvergärung, SCFA-Potenzial, Ernährungsökologie und immunassoziierte mikrobielle Tonalität zu einer knappen Entwicklungszusammenfassung zusammen.
Sagt weder Wachstum noch Allergie, Nährstoffstatus oder Erkrankung voraus.
Personalisierter Aktionsplan
Gibt nicht-medizinische, familientaugliche Schritte passend zu den wichtigsten ökologischen Befunden und erhält vorhandene Stärken.
Vorschläge bleiben realistisch für den Entwicklungsstand des Kindes.
Schulkind, 6 bis 12 Jahre
Der Schulkindbericht bewertet ein zunehmend adult-typisches Ökosystem, behält aber pädiatrische Referenzbereiche bei. Neu hinzu kommen Resilienz, funktionelle Redundanz, die Balance zwischen Ballaststoffen und Schleimschicht, Proteinvergärung, Gasökologie und später reifende Gallensäurefunktionen.
Mikrobiom-Reife
Bewertet, wie nahe die Gemeinschaft dem erwarteten Übergangsmuster für Schulkinder kommt.
Das Vorhandensein später reifender Funktionen ist Entwicklungskontext und kein Gesundheitsurteil.
Diversität und Ökosystem-Balance für das Alter
Bewertet Diversität gemeinsam mit Ballaststoff- und SCFA-Kapazität, kompositioneller Balance und druckassoziierten Organismen.
Verglichen wird mit gesunden Gleichaltrigen, nicht mit Erwachsenen.
Resilienz und funktionelle Redundanz
Misst, wie viele unabhängige Organismen wichtige Aufgaben wie Butyratbildung und Kohlenhydratabbau übernehmen können. Mehr Überlappung bedeutet mehr ökologische Rückfallebene.
Erholung selbst lässt sich nur mit Wiederholungsproben messen.
Stufenspezifische Schlüsselorganismen
Profiliert Organismen, die adult-typische Fermentation, Nutzung resistenter Stärke, Mucin-Balance, Gallensäureentwicklung und Gasökologie markieren.
Unterscheidet günstige, kontextabhängige, druckassoziierte, entwicklungsbedingte und reine Nachweisbefunde.
Ballaststoffvergärung und resistente Stärke
Schätzt Breite und Stärke des Ballaststoffabbaus einschließlich des Zugangs zu resistenter Stärke.
Zeigt, ob mehrere Wege zur Nutzung pflanzlicher Kohlenhydrate vorhanden sind.
SCFA-Netzwerk
Bewertet die genetische und taxonomische Grundlage für Butyrat, Propionat, Acetat und Laktat-Verwertung.
Beschreibt Potenzial und Cross-Feeding-Architektur, keine gemessenen SCFA-Konzentrationen.
Mucin- und Ballaststoff-Balance
Schätzt, ob sich Mikroben überwiegend auf Nahrungsballaststoffe stützen oder stärker auf die Schleimschicht des Darms.
Ein kontrollierter Mucin-Umsatz ist normal. Der Wert misst keine Barriereschädigung.
Proteinvergärung
Beschreibt das Verhältnis zwischen saccharolytischer Kohlenhydrat- und proteolytischer Proteinvergärung.
Ein proteinlastiges Muster ist ernährungsabhängige Ökologie und keine Erkrankung.
Gallensäure-Stoffwechsel
Bewertet die Gallensalz-Hydrolase-Kapazität und den später reifenden 7-alpha-Dehydroxylierungsweg.
Berichtet genetische Kapazität und Entwicklungsstand, keine Gallensäurekonzentrationen.
Tryptophan- und Indol-Stoffwechsel
Schätzt die Kapazität für Tryptophan-abgeleitete Indol-Signale, die in der Forschung mit Barriere- und Immuntonus verknüpft werden.
Misst weder Metaboliten noch Entzündung oder Immunfunktion.
Gasökologie: Methan und Schwefel
Berichtet den Nachweis von Methanbildnern und das Schwefelwasserstoff-Potenzial als neutrale Merkmale der Fermentationsökologie.
Diagnostiziert weder Blähungen noch Verstopfung, Reizdarm oder eine andere Verdauungserkrankung.
Mikrobielle Vitamine
Fasst die Genkapazität für Folat, Cobalamin, Biotin und verwandte B-Vitamin-Wege zusammen.
Misst weder Vitaminbildung noch Aufnahme oder den Ernährungsstatus des Kindes.
Besiedlungsresistenz und Pathobionten-Druck
Beschreibt, wie gut die Gemeinschaft Enterobacteriaceae und andere Opportunisten durch Nischenbesetzung, SCFA und reifende Gallensäurechemie niedrig hält.
Überwachung mikrobiellen Drucks, keine Infektionsvorhersage.
Altersangepasstes Screening, Pilze und Resistenzgene
Berichtet ausgewählte bakterielle und parasitäre DNA, häufige Hefen und Antibiotikaresistenz-Gene mit altersgerechten Einschränkungen.
Nachweis ist nicht diagnostisch. Darmviren werden in der Kinder-Analyse nicht berichtet.
Entwicklung und Ernährung
Führt Reifung, Ballaststoffvergärung, SCFA-Unterstützung, Mucin-Abhängigkeit und Gasökologie zu einer praxisnahen Zusammenfassung zusammen.
Bewusst ohne Gewichts- oder Adipositas-Score, weil mikrobiombasierte Vorhersagen dazu für Kinder nicht validiert sind.
Personalisierter Aktionsplan
Gibt altersgerechte Vorschläge zu Ernährung und Alltag, abgestimmt auf das am ehesten umsetzbare ökologische Muster.
Unterstützend und nicht medizinisch.
Jugendliche, 13 bis 17 Jahre
Der Jugendbericht arbeitet mit einem nahezu erwachsenen Funktionsrahmen, behält aber jugendliche und, wo belegt, geschlechtsstratifizierte Referenzen bei. Das zentrale umsetzbare Thema ist die Balance zwischen Ballaststoff- und Proteinvergärung und nicht die Vorhersage von Erkrankungsrisiken.
Mikrobiom-Reife
Vergleicht die Gemeinschaft mit altersgerechten Mustern für Jugendliche und den Übergang zum Erwachsenenprofil.
Beschreibt ökologische Reife. Bewertet weder Pubertätsstand noch Hormone, Stoffwechsel oder biologisches Alter.
Diversität und Ökosystem-Balance für das Alter
Bewertet Diversität gemeinsam mit Ballaststoff-, SCFA-, Gallensäure- und druckassoziierten Merkmalen.
Der Gesamtwert wird gegen Gleichaltrige gelesen und ist keine Diagnose.
Funktionelle Redundanz und Resilienz
Schätzt, wie viele verschiedene Organismen Schlüsselfunktionen wie Ballaststoffabbau, SCFA-Bildung und Gallensäureumwandlung abdecken können.
Beschreibt ökologische Rückfallebene. Echte Resilienz zeigt sich erst in Wiederholungsmessungen.
Stufenspezifische Schlüsselorganismen
Zeigt die Organismen, die für reife Fermentation, Gashaushalt, Gallensäurestoffwechsel und ernährungsbezogene Ökologie am wichtigsten sind.
Befunde behalten ihre Kontextkennzeichnung, damit neutrale Organismen nicht als pauschal gut oder schlecht erscheinen.
SCFA-Netzwerk und Ballaststoffvergärung
Bewertet Breite und Stärke des Ballaststoffabbaus, die Butyratbildung und das Cross-Feeding zwischen Organismen.
Schätzt Kapazität und misst keine Metabolitkonzentrationen.
Proteinvergärung
Schätzt die proteolytische Vergärung und ihr Verhältnis zum Ballaststoffangebot.
Wird im Kontext proteinreicher Ernährung und sportlicher Aktivität neutral eingeordnet.
Ballaststoff-Protein-Balance
Führt saccharolytische und proteolytische Kapazität zur wichtigsten umsetzbaren Achse des Jugendberichts zusammen.
Ein proteinlastiges Ergebnis spricht dafür, Ballaststoffe zu ergänzen, und nicht automatisch dafür, Protein zu reduzieren.
Gallensäure-Stoffwechsel
Bewertet Gallensalz-Hydrolase und die Genkapazität für sekundäre Gallensäuren, die im Jugendalter nahe am Erwachsenenbereich liegen sollte.
Berichtet genetisches Potenzial, keine gemessenen Gallensäuren und keine Leberfunktion.
Tryptophan- und Indol-Stoffwechsel
Schätzt die Kapazität, aus Tryptophan Moleküle der Indol-Familie zu bilden, ein in Barriere- und Immunsignalen untersuchter Weg.
Misst diese Moleküle nicht und bewertet keine Immungesundheit.
Schwefel und Schwefelwasserstoff-Potenzial
Schätzt die genetische und organismenbezogene Kapazität zur Schwefelwasserstoffbildung aus Schwefelverbindungen.
Eine ernährungsabhängige ökologische Beobachtung. Misst weder Gaskonzentration noch Gewebewirkungen.
Methanbildung
Berichtet Methanobrevibacter smithii und die Methanogenese-Kapazität als häufige, neutrale Merkmale im Jugendalter.
Kann Kontext für Gas- und Stuhlmuster geben, diagnostiziert aber weder Verstopfung noch Reizdarm oder eine Methanbildner-Überbesiedlung.
Metabolische Ökologie
Führt Ballaststoffe, Protein, SCFA, Schwefel und Methan zu einem beschreibenden Bild zusammen, wie die Gemeinschaft eine gemischte Kost verarbeitet.
Bewusst ohne Score zu Gewicht, Adipositas, Diabetes oder Stoffwechselerkrankungen.
Altersangepasstes Screening, Pilze und Resistenzgene
Berichtet ausgewählte bakterielle und parasitäre DNA, häufige Hefen und das Resistom mit jugendgerechtem Referenzkontext.
Ein Nachweis belegt keine Infektion. Darmviren werden in der Kinder-Analyse nicht berichtet.
Entwicklung und Ernährung
Fasst reife Funktionskapazität, Fermentationsbalance und Verdauungsökologie zusammen.
Bewertet weder Ernährung noch Wachstum, Hormone oder Stoffwechsel direkt.
Personalisierter Aktionsplan
Gibt realistische, nicht-medizinische Schritte, besonders zur Kombination von Proteinzufuhr mit vielfältigen Ballaststoffen.
Muss zu Gesundheit, Aktivität und ärztlicher Betreuung der oder des Jugendlichen passen.
- Vollständige Liste der identifizierten Arten, Bakterien und Pilze.
- Sequenzierdaten als FASTQ-Dateien und Roh-Abundanzen zum Download.
- Lebenslanger Zugang zur digitalen DNA-Datenbank.
- Kostenlose Neuauswertung, wenn wir neue Marker oder Resistenzgene aufnehmen, ohne neue Probe.
Damit wächst das Ergebnis eures Kindes mit dem Stand der Wissenschaft mit, aus einer einzigen Probe.
Shotgun-Sequenzierung, 16S oder Kultur: was der Unterschied ist
Für Kinder ist die Methodenwahl noch entscheidender als für Erwachsene. Wer nur ein Markergen liest, sieht die Arten nicht, auf die es in der frühen Entwicklung ankommt, und kann funktionelle Fragen später nicht mehr nachholen.
| Kulturverfahren | 16S-Sequenzierung | Shotgun-Metagenomik (Bactera) | |
|---|---|---|---|
| Was gelesen wird | Nur anzüchtbare Bakterien | Ein einzelnes Markergen | ✓Die gesamte DNA der Probe |
| Auflösung | Wenige Leitkeime | Meist Gattungsebene | ✓Speziesebene |
| Bifidobakterien-Arten | Eingeschränkt | Meist nur die Gattung | ✓B. longum subsp. infantis unterscheidbar |
| Pilze und Hefen | Teilweise | Nein | ✓Im selben Lauf |
| Funktionelle Gene | Nein | Nein | ✓HMO-Nutzung, Butyrat, Gallensäuren |
| Antibiotikaresistenz | Nur im Antibiogramm | Nein | ✓Resistom aus der Probe |
| Altersreferenzen | Nicht vorgesehen | Selten pädiatrisch | ✓Fünf eigene Altersstufen |
| Eure Rohdaten | Nicht vorhanden | Eingeschränkt | ✓FASTQ und Abundanzen, lebenslang |
Verglichen wird ausschließlich die Sequenziertiefe pro Probe, also die Anzahl ausgewerteter Reads. Der Vergleich bezieht sich auf das Analyseverfahren und nicht auf einzelne Anbieter. Mehr Sequenziertiefe bedeutet mehr ausgewertete DNA, nicht automatisch einen medizinischen Vorteil.
Was wir zusätzlich screenen, und was bei Kindern anders ist
Das Screening läuft aus derselben Probe mit, ist aber altersgesteuert. Für jede Altersstufe ist festgelegt, welche Organismen berichtet werden und welche bewusst nicht, weil ein Nachweis in dem Alter nicht sinnvoll interpretierbar wäre.
Klinisch relevante Bakterien
AuswahlAusgewählte bakterielle DNA-Marker, altersgerecht eingeordnet. Ein Nachweis beschreibt Anwesenheit von DNA und belegt keine aktive Infektion.
Parasiten und Protozoen
AuswahlAusgewählte parasitäre DNA-Marker als reines Nachweis-Screening. Ein negativer Befund schließt nichts aus.
Hefen und Pilze
NachweisHäufige Hefen werden als reiner Nachweis berichtet. Ein Fund ist keine Überwucherung und keine Behandlungsindikation.
Antibiotikaresistenz-Gene
ResistomResistenzgene werden für das Alter kontextualisiert. Ein Gen belegt keine Expression und sagt kein Therapieergebnis vorher.
C. difficile
AltersregelUnter zwei Jahren werden C. difficile und seine Toxingene bewusst nicht berichtet, weil eine Besiedlung in dem Alter häufig und ohne Krankheitswert ist. Ab zwei Jahren erscheint der Befund als reiner Nachweis.
Darmviren
nicht enthaltenDie Kinder-Analyse berichtet keine Darmviren. Die häufigen kindlichen Gastroenteritis-Viren sind RNA-Viren und liegen außerhalb dieses DNA-basierten Verfahrens.
Bei akuten Beschwerden, Fieber, Blut im Stuhl, anhaltendem Durchfall oder Gedeihstörung gehört die Abklärung zuerst in die kinderärztliche Praxis. Ein Screening aus einer Stuhlprobe ersetzt keine Erregerdiagnostik.
Was diese Analyse für Kinder nicht ist
Wir sagen die Grenzen lieber vorher, als dass ihr sie im Kleingedruckten findet. Microbiome 360° Darmflora-Analyse Kinder ist eine Analyse zur Information und Orientierung. Sie ist kein diagnostischer Test und sie überträgt keine Erwachsenen-Logik auf Kinder.
- Bei anhaltendem Durchfall, Blut im Stuhl, Fieber oder Gewichtsverlust.
- Bei Gedeihstörung oder auffälliger Gewichtsentwicklung.
- Bei akuten Magen-Darm-Infekten.
- Wenn eine bestehende Diagnose abgeklärt oder eine Therapie angepasst werden soll.
Die Analyse ist eine Ergänzung zur kinderärztlichen Betreuung und kein Ersatz dafür.
So sieht der Bericht aus
Zu jedem Wert steht der Satz dabei, was er nicht bedeutet. Die folgende Darstellung ist ein Beispiel für die Stufe Kleinkind und kein echtes Ergebnis.
Die Gemeinschaft liegt im erwarteten Entwicklungsbereich für 1 bis 3 Jahre. Die Skala beschreibt einen Entwicklungspfad und ist kein Gesundheitswert.
Ökologischer Übergang: läuft
Milchzucker-Spezialisten treten zurück, Ballaststoffvergärer und etablierte Anaerobier nehmen zu. Das entspricht dem typischen Muster nach dem Abstillen.
Diversität: altersgerecht · Cross-Feeding: im Aufbau · Besiedlungsresistenz: stabil
Schlüsselorganismen für diese Altersstufe
Balkenlänge entspricht dem Anteil an der Gemeinschaft, Skala 0 bis 100 ProzentJeder Bericht schließt mit verständlichen Erklärungen und einem altersgerechten Aktionsplan zu Ernährung und Alltag. Die Ergebnisse dienen der Information und Orientierung und ersetzen keine ärztliche Abklärung. Bitte besprecht den Bericht mit eurer Kinderärztin oder eurem Kinderarzt.
So funktioniert die Kinder-Darmflora-Analyse in vier Schritten
Altersstufe beim Kauf wählen
Ihr wählt die Altersstufe eures Kindes. Danach steht fest, gegen welche Referenzen und mit welchen Regeln der Bericht gelesen wird.
Probe zuhause entnehmen
Eine kleine Stuhlprobe mit dem Röhrchen aus dem Kit. Die bebilderte Anleitung ist auf die Entnahme bei Kindern und Säuglingen ausgelegt, auch aus der Windel.
Frankiert zurücksenden
Der vorfrankierte Rückumschlag liegt bei. Sequenzierung und Auswertung laufen in Deutschland, ohne Termin und ohne Praxisbesuch.
Bericht lesen und besprechen
Nach 4 bis 6 Wochen liegt der Bericht im Bactera Konto, mit altersgerechten Erklärungen, Aktionsplan und den Rohdaten zum Download.
- Esst in den Tagen davor wie gewohnt und stellt die Ernährung nicht extra um.
- Entnehmt keine Probe während eines akuten Magen-Darm-Infekts.
- Nach einer Antibiotikagabe möglichst vier Wochen warten, wenn ihr den Normalzustand sehen möchtet.
- Bei Säuglingen gebt ihr die Ernährungsphase mit an, weil der Bericht darauf Bezug nimmt.
Microbiome 360° Darmflora-Analyse Kinder
Darmflora-Analyse für Kinder und Jugendliche, Shotgun-Metagenomik
- Testkit mit bebilderter Anleitung für Kinder und Säuglinge und frankiertem Rückumschlag
- Fünf Altersstufen: Säugling, Kleinkind, Kindergarten, Schulkind, Jugendliche
- Mikrobiom-Reife im Verhältnis zur eigenen Altersstufe
- Diversität, Dominanz und Ökosystem-Balance für das Alter
- Stufenspezifische Schlüsselorganismen mit Kontextkennzeichnung
- Altersrelevantes funktionelles Potenzial, genbasiert
- Wirtsbezogene Ökologie und Entwicklungseinordnung
- Evidenzbasiert ausgewähltes mikrobielles Profil
- Altersangepasstes Screening auf klinisch relevante Organismen
- Hefen- und Pilz-Screening
- Screening auf Antibiotikaresistenz-Gene
- Personalisierter, altersgerechter Aktionsplan
- Vollständige Organismenliste, FASTQ-Dateien und Roh-Abundanzen
- Lebenslanger Zugang zur digitalen DNA-Datenbank mit kostenloser Neuauswertung
Zu den führenden Kinder-Darmflora-Analysen in Europa
Mikrobiom-Tests für Kinder sind am Markt fast durchgehend Erwachsenenprodukte mit einem niedrigeren Mindestalter. Wir haben stattdessen eigene Auswertungswege gebaut, die jede Altersstufe gegen ihre eigene Entwicklungsbiologie lesen. Was das konkret bedeutet, steht hier in Zahlen und nicht in Superlativen.
Sequenziertiefe auf Forschungsniveau statt der etwa 10.000 Reads eines typischen 16S-Tests. Erst das macht Bifidobakterien auf Artebene sichtbar.
Bewusst keine Risiko-, Allergie- oder Gewichtsvorhersagen für Kinder. Solche Modelle sind in diesem Alter nicht validiert.
Altersreferenzen statt Erwachsenen-Maßstab
Die meisten Kindertests vergleichen mit Erwachsenen-Referenzen oder mit einer einzigen pädiatrischen Gruppe. Bei uns entscheidet die gewählte Altersstufe über Referenzwerte, Kennzahlen und Berichtsregeln.
Speziesebene statt Gattungsebene
Ein 16S-Test sagt, dass Bifidobacterium vorhanden ist. Für den Säuglingsbericht ist aber entscheidend, ob es sich um B. longum subsp. infantis handelt, also einen vollständigen HMO-Spezialisten.
Technologisch in der Spitzengruppe
Shotgun-Metagenomik auf Speziesebene ist der Standard, an dem sich die internationale Mikrobiom-Forschung orientiert. In der Analytik für Endkundinnen und Endkunden gehört sie weltweit zu den wenigen eingesetzten Verfahren.
Altersgesteuertes Screening
C. difficile und seine Toxingene werden unter zwei Jahren nicht berichtet, Darmviren gar nicht. Wir berichten lieber weniger als etwas, das in dem Alter nicht sinnvoll interpretierbar ist.
Sequenzierung und Auswertung in Deutschland
DNA-Extraktion und Shotgun-Sequenzierung laufen in unserem Partnerlabor in Deutschland, die Bioinformatik in unseren eigenen Pipelines in Köln. Die Probe eures Kindes verlässt das Land nicht.
Keine Nahrungsergänzung im Anschluss
Wir verkaufen euch auf Basis der Ergebnisse eures Kindes keine Präparate. Der Bericht ist das Produkt und nicht der Einstieg in einen Verkaufstrichter.
Diese Einordnung bezieht sich auf das jeweils eingesetzte Analyseverfahren und auf öffentlich zugängliche Angaben von Anbietern pädiatrischer Mikrobiom-Analysen für Endkundinnen und Endkunden im deutschsprachigen Raum, Stand 2026. Eine höhere Sequenziertiefe bedeutet mehr ausgewertete DNA und nicht automatisch einen medizinischen Vorteil.
Häufige Fragen zur Kinder-Darmflora-Analyse
Ab welchem Alter ist die Analyse möglich?
Ab Geburt bis 17 Jahre. Die fünf Altersstufen sind Säugling von 0 bis 12 Monaten, Kleinkind von 1 bis 3 Jahren, Kindergarten von 4 bis 5 Jahren, Schulkind von 6 bis 12 Jahren und Jugendliche von 13 bis 17 Jahren. Ab 18 Jahren ist die Erwachsenen-Darmflora-Analyse die richtige Wahl.
Warum braucht es überhaupt eigene Altersstufen?
Weil dasselbe Ergebnis je nach Alter etwas völlig anderes bedeutet. Geringe Vielfalt mit starker Bifidobakterien-Dominanz ist beim Säugling das erwartete Muster, bei einem Schulkind wäre es auffällig. Eine kindliche Probe gegen Erwachsenen-Referenzen zu lesen, führt deshalb systematisch zu Fehlinterpretationen.
Was ist, wenn mein Kind zwischen zwei Stufen liegt?
Wählt die Stufe, die dem tatsächlichen Alter zum Zeitpunkt der Probenentnahme entspricht. Bei Kindern kurz vor einem Stufenwechsel berücksichtigt die Auswertung den Übergangsbereich. Wenn ihr unsicher seid, schreibt uns vor der Bestellung.
Wie entnehme ich bei einem Säugling eine Probe?
Mit dem Röhrchen aus dem Testkit, zuhause. Die bebilderte Anleitung beschreibt auch die Entnahme aus der Windel. Es braucht keinen Termin und keinen Praxisbesuch.
Sagt der Bericht etwas über Allergien, Wachstum oder Gewicht?
Nein, und das ist eine bewusste Entscheidung. Mikrobiombasierte Vorhersagen zu Allergie, Wachstum, Gewicht, Stoffwechsel oder späterer Erkrankung sind für Kinder nicht validiert. Wir berichten stattdessen Entwicklung, Ökologie, funktionelle Kapazität und altersangepasste Befunde. Wo die Forschung Assoziationen beschreibt, kennzeichnen wir sie als Assoziation und nicht als individuelle Vorhersage.
Warum werden keine Darmviren berichtet?
Weil die häufigen kindlichen Gastroenteritis-Viren, etwa Rota- und Norovirus, RNA-Viren sind. Unser Verfahren liest DNA, deshalb liegen sie außerhalb des Messbereichs. Ein fehlender Befund wäre also keine Aussage, und eine Aussage, die wir nicht treffen können, berichten wir auch nicht.
Warum wird C. difficile bei kleinen Kindern nicht berichtet?
Weil eine Besiedlung mit C. difficile bei Säuglingen und Kleinkindern häufig ist und in diesem Alter regelmäßig ohne Krankheitswert bleibt. Ein Nachweis würde eher verunsichern als informieren. Unter zwei Jahren berichten wir ihn deshalb nicht, ab zwei Jahren als reinen Nachweis mit entsprechendem Hinweis.
Ersetzt die Analyse den Besuch in der Kinderarztpraxis?
Nein. Der Bericht dient der Information und Orientierung. Er diagnostiziert keine Erkrankung und ersetzt keine Untersuchung oder Behandlung. Er ist so geschrieben, dass ihr ihn in die Sprechstunde mitnehmen könnt. Bei anhaltendem Durchfall, Blut im Stuhl, Fieber oder Gedeihstörung gehört die Abklärung zuerst in kinderärztliche Hände.
Ist die Analyse nach einer Antibiotikatherapie sinnvoll?
Sie kann den aktuellen Zustand beschreiben, etwa reduzierte Bifidobakterien, veränderte Diversität oder eine erhöhte Resistenzgenlast. Was eine einzelne Probe nicht kann: eine Exposition datieren oder einen Erholungsverlauf messen. Dafür braucht es mindestens zwei Messungen.
Was passiert mit den Daten meines Kindes?
Die Probe wird in Deutschland analysiert und pseudonymisiert verarbeitet. Genetische Daten sind besonders geschützte Daten nach Artikel 9 DSGVO. Ihr könnt jederzeit die vollständige Organismenliste, die FASTQ-Dateien und die Roh-Abundanzen herunterladen und der Speicherung jederzeit widersprechen. Die Daten werden nicht verkauft.
Was bedeutet die lebenslange DNA-Datenbank?
Die Sequenzierdaten bleiben sicher gespeichert. Wenn wir neue Marker, Erreger oder Auswertungen aufnehmen, kann die bestehende Probe neu ausgewertet werden, ohne dass ihr eine neue einsendet. Das Ergebnis wächst also mit dem Stand der Wissenschaft mit.
Bekommen wir konkrete Empfehlungen?
Ja, in Form eines altersgerechten Aktionsplans mit Vorschlägen zu Ernährung und Alltag, die zur Entwicklungsstufe passen. Die Vorschläge sind unterstützend und nicht medizinisch. Ernährungs- oder Behandlungsentscheidungen gehören weiterhin in die kinderärztliche Betreuung.
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